
Das irische Informations- und Sicherheitsunternehmen Zerflow warnt Handel und Kunden vor einer neuen und verschärften Generation des Domain-Grabbings.
Klassisches Domain-Grabbing, also die unbefugte Registrierung grosser Markennamen zum Zweck des sofortigen Verkaufs, ist zurückgegangen, da nationales und internationales Domain-Recht das Problem größtenteils im Griff hat. Kriminelle gehen daher einen Umweg: sie registrieren den Namen bekannter Marken in leicht veränderter Schreibweise oder unter einer exotischen Domain, also etwa dresden-bank.de oder sparkasse.tv (Hinweis: bei den genannten Adressen handelt es sich nur um Beispiele zur Verdeutlichung). Dann werden die darunter erreichbaren Webseiten optisch zum Verwechseln ähnlich an ihr Vorbild angeglichen.
Greifen die Nutzer auf das Angebot zu, werden sie um wichtige Informationen wie Passwörter oder persönliche Angaben gebeten.
Im Vertrauen auf die Echtheit des Angebots werden diese dann bekanntgegeben. Doch anstatt auf das eigene Online-Konto zugreifen zu können, gibt es eine simple Fehlermeldung und den Hinweis, es doch später wieder zu versuchen. Währenddessen plündern die Betrüger das Konto. Ähnliche Fälle gab es ausserhalb der Online- Welt bereits mit falschen Geldautomaten, die den Betrügern den Zugriff auf EC-Kartendaten und Geheimnummer ermöglichten.
Quelle: domain-recht.de
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